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TU Berlin

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careers@communication (at)

Digitalisierte Kommunikation in Unternehmen - Karrierehindernis oder Karrierechance für Frauen?

Kommunikation wird ein immer wichtigerer Bestandteil der alltäglichen Arbeit und die Nutzung der verschiedensten Kommunikationsmedien gehört zum Arbeitsalltag. Doch wie sieht dieser aus? Wie gestalten sich innerbetriebliche Kommunikation und Mediennutzung tatsächlich? Und ist die persönliche Art zu kommunizieren von Bedeutung für die Karriereentwicklung der Mitarbeitenden?
Das Forschungsprojekt careers@communication stellt diese Fragen. Es wird von den österreichischen Bundesministerien für Wirtschaft und Arbeit sowie für Wissenschaft und Forschung, vertreten durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, finanziert und von Prof. Dr. Christiane Funken, Technische Universität Berlin, durchgeführt. Die empirische Studie findet in großen österreichischen Unternehmen statt.



Projektbeschreibung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Kommunikationsprozesse in Arbeitsorganisationen vollzieht sich vor dem Hintergrund ökonomischen und organisationalen Wandels sowie technischer Entwicklung. Veränderte Produktionsformen, neue Anforderungen an Produktentwicklung und Marketing sowie sich verändernde Unternehmensstrukturen verlangen schnelle und effiziente Kommunikation, die - gerade auch unter Bedingungen von Raum- und Zeitverschiebungen - durch den Einsatz von Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) gewährleistet werden soll.

Die Qualität und Effizienz der IKT-basierten Kommunikation sind jedoch nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen von Belang, sondern auch für die Karriere der einzelnen Mitarbeiterin, des einzelnen Mitarbeiters, denn sie wird ebenfalls in zunehmendem Maße kommunikativ gemacht. Für die Beschäftigten in Unternehmen ist es daher überaus bedeutsam, wie sie kommunizieren.

Eigene Studien zur Informationspolitik im Vertrieb haben erwiesen, dass die für den innerbetrieblichen Aufstieg immer wichtiger werdenden Kommunikationsstrategien erheblich nach Geschlecht divergieren. Frauen verfolgen eher eine leistungs- und sachbezogene Informationspolitik. Sie geben ihr Wissen bevorzugt in schriftlichen Berichten oder per Email bzw. formalisiert in Gremien weiter. Wohingegen Männer eine personalisierte Informationspolitik bevorzugen, indem sie bspw. Vorgesetzte im Gespräch unter vier Augen informieren. Auf diese Weise wird das vermittelte Wissen direkt an ihre Person gekoppelt und dient fortan der eigenen Positionierung im Gratifikationssystem (vgl. Funken 2004).

Zudem wird die Wahl des jeweiligen Mediums zu einem zentralen Faktor karrierestrategischer Informationspolitik, da Medien die geschäftlichen Kommunikationsbeziehungen, -inhalte, -wege und -effekte maßgeblich beeinflussen.

Die Studie fokussiert die innerbetriebliche Kommunikation in Unternehmen, die IKT einsetzen. Die Leitfragen lauten:

  • Kommunizieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen strategisch? Wenn ja, welche Formen strategischer Kommunikation lassen sich identifizieren?
  • Welchen Zusammenhang stellen die Befragten selbst zwischen ihrem Kommunikationsverhalten und dem Verlauf ihrer Karriere her?

Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird es möglich, spezifische Instrumentarien für eine mediengerechte innerbetriebliche Kommunikation zu entwickeln, die Karrieren von Frauen und Männern gleichermaßen unterstützt und fördert.

Zum Vorgehen der Studie
Empirisches Feld
  • 10 - 15 große Unternehmen (> 500 Mitarbeitende)


Stichprobe
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (n = ca. 300)
  • InterviewpartnerInnen (10-15)
Methoden
  • schriftliche Befragung (Fragebögen, die am PC zu bearbeiten sind, Bearbeitungszeit ca. 20 min)
  • Interviews (ca. 40 min)
Auswertung
  • statistische Auswertung
  • vergleichende Inhaltsanalyse



Rahmendaten
Zuwendungsgeber
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), Österreich
  • Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF), Österreich
Projektträger
  • Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
Laufzeit
  • April 2006 bis November 2007


Ausweitung der Studie

Es ist geplant, die empirische Studie in weiteren europäischen Ländern durch zu führen, um durch den Ländervergleich Informationen über eventuelle kulturelle Besonderheiten innerbetrieblicher Kommunikation zu erhalten. Diese Erkenntnisse sind angesichts zunehmender ländergrenzen- und kulturübergreifender Arbeitsbeziehungen von großer Bedeutung.

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